PLUS – A Project for

an Aging World

Interdisciplinary Interventions – and More

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Wie sehen mögliche Zukünfte des Alter(n)s aus?

Mit dem internationalen transdisziplinären Projekt »PLUS — A Project for an Aging World« lädt TAIFUN Project vom 1. August 2021 bis zum 30. April 2022 generationenübergreifend dazu ein, sich gemeinsam mit deutschen und japanischen Künstler*innen, Wissenschaftler*innen und Praktiker*innen auf vielfältige, zeitgemäße und verbindende Weise mit dem Thema Alter(n) auseinanderzusetzen.

PLUS

Künstler: Klaus Boegel

Die Tatsachen

Die Welt wird älter. In den nächsten 30 Jahren wird sich die Zahl der Menschen über 65 verdoppeln. Im gleichen Zeitraum wird es nach aktuellen Prognosen aufgrund der gleichzeitig sinkenden Geburtenraten mehr als doppelt so viele ältere Menschen geben wie Kinder unter fünf Jahren. Gab es 1990 weltweit 54 Millionen Menschen, die 80 Jahre und älter waren, waren es 2019 bereits 143 Millionen. Fast dreimal so viel. Bis 2050 wird sich die Anzahl der über 80-jährigen mit 426 Millionen noch einmal nahezu verdreifachen!

 

Die Folgen der demographischen Entwicklung werden insbesondere in den Industrieländern immer stärker sichtbar und konfrontieren alle Gesellschaftsbereiche generationenübergreifend mit grundlegenden Fragen des Menschseins, der individuellen Lebensgestaltung und des fairen sozialen Zusammenlebens.

 

Japan und Deutschland gehören zu den am schnellsten alternden Nationen der Welt. Obwohl sich diese Länder in vielerlei Hinsicht unterscheiden, trifft sie das Problem der überalternden Gesellschaft gleichermaßen. Welche Kulturen des Alterns finden sich in beiden Ländern? Wie unterscheiden sie sich und was könnten sie voneinander lernen?

Die Fragen

Das Alter(n) ist eine zutiefst individuelle und zugleich öffentliche Angelegenheit, eine Tatsache und eine Zukunft, die alle Menschen gemeinsam haben. Aber in vielerlei Hinsicht wissen wir kaum etwas darüber. Das betrifft nicht nur den biologischen Alterungsprozess, sondern geradeso bspw. auch die seelisch-geistigen Entwicklungsmöglichkeiten mit zunehmendem Alter, die Sorgestrukturen, in denen alte Menschen Unterstützung anbieten und empfangen, die (ungleichen) sozialen Bedingungen, unter denen Menschen altern, die (kulturell geprägten) Vorstellungen, Wertungen und Bilder vom Alter(n), die wiederum unterschiedliche Rollenerwartungen hervorbringen.*

Mit PLUS – A Project for an Aging World fragen wir unter anderem: Was ist Alter(n)? Wie wollen wir altern? Wie können wir altern? Wie sehen mögliche Zukünfte des Alter(n)s aus? Wie werden unsere Vorstellungen vom Alter(n) geprägt? Müssen wir das Alter(n) neu denken? Und nicht zuletzt: Welche Fragen haben wir uns noch nicht gestellt?

Das Spielfeld

Inter- und transdisziplinäre Kooperationen fördern das gegenseitige Verständnis und geben Anreize zur Überwindung disziplinärer Grenzen.

Über einen Zeitraum von mehreren Monaten schafft das Projekt ein Forum, in dem Künstler, Wissenschaftler und Interessierte zusammenkommen können, um gemeinsam aufkommende Fragen des Alter(n)s zu thematisieren.

Aufbauend auf den Fakten der wissenschaftlichen Forschung und getragen durch die Beiträge der teilnehmenden Öffentlichkeit versuchen die Künstlerinnen und Künstler, neue Sichtweisen auf eine zunehmend problematisch werdende, globale Entwicklung zu entwerfen.

Plus – A Project for an Aging World bringt deutsche und japanische Künstlerinnen und Künstler der Bildenden Kunst, der Darstellenden Kunst, der Literatur, dem Design-Feld und dem Film mit Sozialwissenschaftlern, Gerontologen, Medizinern, Psychologen, Philosophen und weiteren Menschen zusammen, die über das Alter(n) nachdenken, diskutieren und sich in vielfältiger Weise auf diesem Gebiet engagieren.

In forschungsbasierten, aber künstlerisch umgesetzten Produktionen (Performances, Ausstellungen, Lectures, Installationen), in Workshops, internationalen Symposien und Screenings, sollen Kunst, Wissenschaft und Öffentlichkeit über verschiedenartige Kollaborationen miteinander ins Gespräch gebracht werden.

Mitwirken

Gespräche von und mit Experten und Künstlern sind ein Teil unseres Projektes. Der andere Teil: Der Austausch und die Interaktion mit den Betroffenen jeder Generation. Uns allen.

 

In mehreren Workshops haben Teilnehmer die Möglichkeit, an den kreativen Prozessen der Künstler teilzuhaben: Als Betrachter, als Mitgestalter oder als Teil einer Performance.

 

Die Veranstaltungen werden mit digitalen Mitteln die Möglichkeiten der Partizipation für alle Interessierten erweitern. Ausstellungen und Aufführungen werden virtuell begehbar gemacht und können anschließend zeit- und ortsunabhängig am Computer, übers Smartphone oder als Virtual-Reality-Tour mit VR-Brille erlebt werden. Symposien werden live übertragen und bieten die Gelegenheit, sich in die Diskussionen der Experten mit einzuschalten.

 

Die Projekt-Website informiert nicht nur über das Projekt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer und die Veranstaltungen, sondern ermöglicht es darüber hinaus, sich aktiv in Diskussionen und Debatten einzubringen.

Danach

PLUS endet nicht mit Abschluss der geplanten Veranstaltungen. Im Anschluss an die Präsentation der entstandenen Interpretationsansätze wird ein begleitend gedrehter Dokumentarfilm den Prozess des Projektes als Ganzes beleuchten. Entstandene Denkansätze und Sichtweisen werden in Performances oder Bühnenstücken weiterverarbeitet. Erhobene Daten zum Thema bilden die Grundlage für Publikationen. Das Projekt wird in Kooperation mit und in anderen Ländern weitergeführt und erweitert.

Künstlerinnen und Künstler

  • Miki Kadokura
    ist Designerin und bewegt sich an der Grenze zur Performance-Kunst. In ihren Projekten arbeitet sie mit Künstlern, Modedesignern, Architekten, Forschern und Verlegern. Ihr Kerninteresse gilt dem menschlichen Verhalten als Kommunikationscode in sozialen und kulturellen Randgruppen.

  • Yuko Kaseki
    ist Regisseurin, Choreografin, Butoh-Tänzerin und -Lehrerin. Ihre Solo- und Ensemble-Performances, Kollaborationen und Improvisationen führten Sie um die ganze Welt, ihr starkes Interesse an der Überschreitung von Grenzen des körperlichen Ausdrucks zu Projekten mit Mixed-Abled-Artists und zu interdisziplinären Kooperationen mit Künstlerinnen und Künstlern anderer Bereiche.

  • Inagaki Motonori
    ist Bildender Künstler. Seine Schwerpunkte liegen in der Foto-, Medien- und Zeichenkunst.  Mit dem Ziel, das Verständnis für die soziale Bedeutung der Kunst zu fördern, realisiert er außerdem zusammen mit Kiyomi Fujimoto auf der gemeinsamen Plattform »One Art Project« immer wieder partizipative Public-Art- und Community-Art-Projekte.

  • Klaus Boegel
    ist Performance-Künstler. Das Spektrum seiner Arbeiten reicht von Performances über interaktive Installationen bis hin zu Multi-Media-Projekten. Sein besonderes Interesse an der Wirkung (und heilenden Kraft) der Kunst lässt ihn seit Mitte der Siebzigerjahre verschiedene Formen und Projekte entwickeln, die den direkten, mitunter individuellen Kontakt mit den Rezipienten suchen.

  • Jan Grashof
    schreibt für das Theater, Film und Fernsehen und war in der neurobiologischen Grundlagenforschung tätig.

  • Louis Spoelstra
    ist Filmemacher und war Leiter des Bereichs Videodesign an der Königlichen Kunstakademie Den Haag. Sein Interesse gilt insbesondere dem Dokumentarfilm und Collage-Animationen.

  • Weitere Künstlerinnen und Künstler        
    im Rahmen der Produktionen und Veranstaltungen – Informationen folgen.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

  • Prof. Dr. phil. Dr. h. c. Dipl. -Psych. Andreas Kruse, Leiter des Instituts für Gerontologie der Universität Heidelberg

  • Prof. Dr. Silke van Dyk, Direktorin des Instituts für Soziologie der Universität Jena

  • Prof. Dr. Shingo Shimada, Institut für Modernes Japan der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf

  • Prof. Dr. Aagje Swinnen, Faculty of Arts and Social Sciences der Universität Maastricht

  • Prof. Dr. Thorsten Hoppe, CECAD Forschungszentrum der Universität Köln

  • ​Dr. Jane Reznick, CECAD Forschungszentrum der Universität Köln

  • Ass. Prof. Akiko Iwabuchi, Institute for Social Sciences der Otemon-Universität Ibaraki

  • Dr. Nanako Nakajima, Tanzdramaturgin und Tanzwissenschaftlerin an der Waseda University, Tokyo; Osaka City University; Kyoto University of the Arts 

Städte

  • Kulturamt der Stadt Düsseldorf

  • ​Ibaraki City Civic Life & Culture Department (Japan)

Institutionen

FFT (Forum Freies Theater) Düsseldorf

Das FFT ist seit 1999 die Plattform für professionelles freies Theater in Düsseldorf. Theater, Performance, Tanz, bildende Kunst und Musik sowie Formate, die an den Übergängen zwischen den Gattungen entstehen, finden im FFT ihren Platz. Dabei stellt das FFT Künstler*innen nicht nur eine Bühne zur Verfügung, sondern sucht mit diesen gemeinsam nach neuen Ideen und Möglichkeiten des öffentlichen Austauschs. Kunst, Forschung und Bildung sind für das FFT Aktionsflächen, auf denen es gesellschaftliche Diskurse verhandelt. Dabei agiert das Haus als Partner in einem (inter)nationalen Netzwerk aus Produktionsstätten und Theatern.

Diakonie Düsseldorf


Als evangelischer Wohlfahrtsverband ist die Diakonie Düsseldorf eine zentrale Anlaufstelle in vielen sozialen Fragen. 2.600 Mitarbeitende und 1.600 Ehrenamtliche helfen an 180 Standorten. Dazu gehören u. a. Suchtberatungen, Kindertagesstätten, Schulen und nicht zuletzt Pflege- und Altenheime oder die mobile Altenbetreuung.

CECAD Exzellenzcluster der Universität Köln


Das Kölner Exzellenzcluster Cellular Stress Responses in Aging-Associated Diseases CECAD ist ein interdisziplinärer Forschungsverbund der Universität zu Köln. CECAD erforscht die Ursachen des Alterungsprozesses und alterungsassoziierter Erkrankungen. Mehr als 400 internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Universität, Uniklinik, den beiden Max-Planck-Instituten für Stoffwechselforschung und für Biologie des Alterns sowie dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) forschen am Exzellenzcluster CECAD. Das Ziel: die molekularen, zellulären und systemischen Mechanismen des Alterns aufdecken, um neue gemeinsame Therapiemöglichkeiten zu identifizieren, die bei altersassoziierten Krankheiten wie Krebs, Alzheimer oder Diabetes angewendet werden können. 

imai (Inter Media Art Institute), Düsseldorf

Die Stiftung imai widmet sich der Archivierung, Distribution, Erhaltung und Vermittlung von Videokunst. Diese Aufgabenstellung ist einzigartig in Deutschland und macht das Institut zu einer wichtigen internationalen Schnittstelle für diese audiovisuelle Kunstform. Das Archiv von imai besitzt eine repräsentative Sammlung aus rund 3.000 künstlerisch und dokumentarisch wertvollen Werken, die einen Überblick über die Entwicklung der Video- und Medienkunst geben: von ihrer Pionierzeit in den 1960er Jahren bis in die Gegenwart. Regelmäßige Ausstellungen, Screenings und Veröffentlichungen geben Einblick in den umfangreichen Archivbestand.

Literaturbüro NRW, Düsseldorf


Im Mittelpunkt der Arbeit des Literaturbüros NRW steht die Literaturvermittlung — mit traditionellen und experimentellen Mitteln. Einen Schwerpunkt bilden Lesungen mit nationalen und internationalen Schriftstellerinnen und Schriftstellern, bei denen dem Publikum die Möglichkeiten geboten wird, Autorinnen und Autoren persönlich zu begegnen, oder — bei Lesereihen — thematische Zusammenhänge kennenzulernen. Dabei versucht das Literaturbüro auch, die Literatur in einen Dialog mit den anderen Künsten wie der bildenden Kunst oder der Musik zu bringen.

Public-Group


Public-Group ist ein 2020 gegründetes, auf virtuelle Ausstellungen versiertes künstlerisches Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf. Public-Group erschafft virtuelle Rundgänge und Aufführungen, die klassisch am Computer, über das Smartphone oder mit VR-Brille erlebt werden können. Als Ergänzung zu den realen Begegnungsstätten der Museen, Galerien, Ateliers, Theater etc. schaffen die digitalen Showrooms von Public-Group neue ästhetische Erfahrungen und erweiterte Teilhabe- und Dokumentationsmöglichkeiten.

Gefördert durch

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Partner

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